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Blickpunkt

Auszug vom 05.02.2012 von Papst Benedikt XVI.

Die Krankheiten „sind ein Zeichen des Wirkens des Bösen in der Welt und im Menschen, während die Heilungen zeigen, dass das Reich Gottes nahe ist“. Aus diesem Grund sei der Glaube die entscheidende Haltung, mit der der Krankheit zu begegnen ist.

Benedikt XVI. rief in Erinnerung, dass die vier Evangelisten einträchtig bezeugten, dass die Befreiung von Krankheiten jeder Art zusammen mit der Predigt die Hauptaktivität Jesu in seinem öffentlichen Leben gebildet habe. Christus sei gekommen, um das Übel in seiner Wurzel niederzuringen. Die Heilungen seien dabei eine Vorwegnahme seines Sieges, den er durch seinen Tod und seine Auferstehung erlangt habe.

Die Krankheit bleibe immer eine Prüfung, die auch lange und schwer werden könne.

Wenn die Heilung nicht komme und sich die Leiden verlängerten, „können wir wie erdrückt, isoliert sein, und so wird unser Leben entmutigt und entmenschlicht“.

„Wie müssen wir auf diesen Angriff des Bösen reagieren?“, fragte sich der Papst.

„Gewiss mit den angemessenen Behandlungen – die Medizin hat in diesen Jahrzehnten große Schritte getan –, doch das Wort Gottes lehrt uns, dass es eine entscheidende Grundhaltung gibt, mit der der Krankheit zu begegnen ist“. Diese Haltung sei die des Glaubens.

Sogar im Angesicht des Todes könne der Glaube das ermöglichen, was menschlich unmöglich sei. Dabei handle es sich um den Glauben an die Liebe Gottes, der die wahre Antwort sei und das Böse in seiner Wurzel besiege.

Alle würden Menschen kennen, die schreckliches Leid ertragen hätten, weil Gott ihnen eine tiefe Ruhe geschenkt habe.

Benedikt XVI. erinnerte an das Beispiel der seligen Chiara Badano. Alle, die sie besucht hätten, hätten von ihr Licht und Vertrauen empfangen.

Dennoch bedürfe der Kranke der menschlichen Wärme: „Um einen kranken Menschen zu trösten, zählt mehr als Worte die aufrichtige Nähe“.